"Wenn ich an das zurückdenke, was ich erlebt habe, dann beginnt mein Herz schneller zu schlagen. Daß ich meinen Körper in den Gefahren, denen ich begegnet bin, nicht geschont habe, geschah, weil ich mir ständig mein Ziel vor Augen hielt und weil ich mich auf die Aufrichtigkeit meiner Aufgabe konzentriert habe. So konnte ich mein Leben an Stellen riskieren, wo es keine Sicherheit der Rettung gab, nur, um einen kleinen Teil von dem zu vollbringen, was ich mir erhoffte...."
Fa-Hsien (buddhist. Mönch *um 377 bis 422) zu einem Freund über eine Reise, die er von China aus über die hohen Berge des Himalaya nach Indien unternommen hatte.

 

Obwohl ich nicht schwindelfrei bin faszinieren mich seit meiner Kindheit die Berge, besonders  jene im Himalaya. Seit über 10 Jahren male ich sie.

 

Wenn ich einen Berg zeichne, dann ist mir, als ob ich ihn Schritt für Schritt erklimme bis ich auf dem Gipfel bin.

 

Berge sind Orte der Schöpferkraft und Stille. Hier findet man die Zeit in sein Inneres zu schauen, denn hier ist der Geist klar und aufmerksam.

 

Ein Berg hat immer die gleiche Silhouette, aber sein Charakter verändert sich ständig durch Schattengebilde und Farben, die Wolken, Schnee, Regen, Mond und Sonne auf ihn werfen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Beobachte ihn nur einen Tag lang und du siehst seine beharrliche Metamorphose. Kein Schatten, kein Sonnenstrahl, keine Wolke bleibt am selben Ort, alle ziehen weiter und lassen den Berg neu gestaltet zurück. Ein flüchtiger Augenblick nur, daß deine Augen Mühe haben der beständigen Veränderung zu folgen.

 

Ich zeichne die Umrisse des Berges, sein Gerippe und fülle es mit Schatten und Formen, den vielen Mustern seiner Felsen, Eisflächen und seiner Flora und Fauna und besonders seinem Charakter, so wie ich ihn im Moment empfinde.

Gabriele Maier

 

Ich wünsche mir, dass die Leute mehr Respekt vor den Gipfeln und den Menschen haben, die mit den Bergen leben.
Kurt Diemberger in einem Interview